Windows8 für Eltern – Jugendschutz und Kindersicherung
Windows8 soll neben den Desktop-Computern auch alle möglichen Touch-Geräte umanfassen. Was das für uns Eltern erstmal heißt, ist ja klar:
Mehr Kinder-Tapser auf Monitoren.
Was Windows8 sonst so zu bieten hat, wird jetzt gründlich getestet. Erstmal ein kurzer Rundgang über das neue Bunte: Die Entwickler von Microsoft haben dazu eine Oberfläche entwickelt, die ziemlich genau so aussieht wie die eines modernen Telefons, und eigentlich auch recht iPad-nah ist:
Friedlich liegen die Apps nebeneinander – man kann sie auch beliebig umsortieren, sie wuppeln dann ein bisschen nach und wirken allesamt recht freundlich und farbenfroh. Im Screenshot sind ein paar von den Spielen, den Windows Explorer, den Internet Explorer, einen RSS-Reader (selbstredend mit unserem RSS-Feed), ein Klavier (ein Klavier), eine Wetter-App und noch ein paar Progrämmchen zu sehen. Der Windows App Store ist noch nicht online – Druck auf das schicke Handtaschen-Icon bringt den neugierigen Nutzer bislang nur zu einer entschuldigenden Erklärung.
Noch nicht sehr verändert gegenüber der Vorgängerversion ist die Kindersicherung in Microsoft Windows 8 – die Bilder aus dem Artikel hätten fast genau so unter Windows 7 entstehen können:
Dem spielenden – oder auch Hausaufgaben machenden – Kind kann der Reihe nach recht viel erlaubt und verboten werden. Mit “Time Limits” lässt sich der Computer z.B. nach 18.30h sperren, unter “Games” kann für jeden Benutzer einzeln festgelegt werden, bis zu welcher Altersgrenze er Spiele nutzen darf, und unter “Allow programs” kann der Zugriff dann auf einzelne Programme (ich gewöhne mich nicht so schnell an das Wort Apps) beschränkt werden. Zum Beispiel kann Mama oder Papa so einstellen, dass Tochter oder Sohn nur Minesweeper und Word benutzen dürfen, oder eben nur Spiele für 6jährige.
Natürlich erspart die Software damit keine Diskussion, ob das Kind nicht vielleicht doch noch…
Aber die Altersgrenzenlösung allein könnten ja schon reichen, das eine oder andere Spiel unmöglich zu machen. Wird sicher von Familie zu Familie unterschiedlich gehandhabt werden.

Die Kategorien sind noch nicht auf die deutschen Regelungen angepasst: Altersgrenzen bei Computerspielen
Besonders aufwendig wirkt noch die Einzelfreigabe von Programmen; eine richtig einfache Programmoberfläche ist hier aber auch schwer vorstellbar – immerhin sind auf jedem Rechner hunderte von Programmen installiert. In Windows8 stehen eine dem Windows7-Desktop ähnliche Umgebung und die Touchscreen-optimierte Oberfläche aus dem ersten Bild im Artikel nebeneinander. Mit einfachem Tastendruck kann umgeschaltet werden; die Bedienung der Touch-Bildschirme mit Mauszeiger ist dann auch nicht ganz das Wahre. Jetzt sind die Nutzer gefragt, sich daran zu gewöhnen. Die Abstimmung mit den Füßen ist bislang noch nicht messbar, aber eins wird klar: Viele Nutzer wünschen sich den klassischen Desktop aus den Vorgängerversionen zurück, und installieren unterschiedliche Software, um genau diese gewohnte Arbeitsumgebung weiter nutzen zu können.
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