Sep 272011
 

Eine Community Beta von Windows8 steht zum Download und zum ausgiebigen Testen bereit – hier auf der offiziellen Seite. Noch sind nicht alle Bestandteile des neuen Windows fertiggestellt, aber die grobe Marschrichtung ist klar: Windows8 soll neben den Desktop-Computern auch alle möglichen Touch-Geräte umanfassen. Was das für uns Eltern erstmal heißt, ist ja klar:

Mehr Kinder-Tapser auf Monitoren.

Was Windows8 sonst so zu bieten hat, wird jetzt gründlich getestet. Erstmal ein kurzer Rundgang über das neue Bunte: Die Entwickler von Microsoft haben dazu eine Oberfläche entwickelt, die ziemlich genau so aussieht wie die eines modernen Telefons, und eigentlich auch recht iPad-nah ist:

Der neue Windows8-Telefonlook

Friedlich liegen die Apps nebeneinander – man kann sie auch beliebig umsortieren, sie wuppeln dann ein bisschen nach und wirken allesamt recht freundlich und farbenfroh. Im Screenshot sind ein paar von den Spielen, den Windows Explorer, den Internet Explorer, einen RSS-Reader (selbstredend mit unserem RSS-Feed), ein Klavier (ein Klavier), eine Wetter-App und noch ein paar Progrämmchen zu sehen. Der Windows App Store ist noch nicht online – Druck auf das schicke Handtaschen-Icon bringt den neugierigen Nutzer bislang nur zu einer entschuldigenden Erklärung.

Noch nicht sehr verändert gegenüber der Vorgängerversion ist die Kindersicherung in Microsoft Windows 8 – die Bilder aus dem Artikel hätten fast genau so unter Windows 7 entstehen können:

Überblick über alle Funktionen der Windows8-Elternkontrollen

Dem spielenden – oder auch Hausaufgaben machenden – Kind kann der Reihe nach recht viel erlaubt und verboten werden. Mit “Time Limits” lässt sich der Computer z.B. nach 18.30h sperren, unter “Games” kann für jeden Benutzer einzeln festgelegt werden, bis zu welcher Altersgrenze er Spiele nutzen darf, und unter “Allow programs” kann der Zugriff dann auf einzelne Programme (ich gewöhne mich nicht so schnell an das Wort Apps) beschränkt werden. Zum Beispiel kann Mama oder Papa so einstellen, dass Tochter oder Sohn nur Minesweeper und Word benutzen dürfen, oder eben nur Spiele für 6jährige.

Sieht etwas nach Personalplanung oder Zeitmanagement aus: Wann darf der Spößling spielen?

 

Natürlich erspart die Software damit keine Diskussion, ob das Kind nicht vielleicht doch noch…

Aber die Altersgrenzenlösung allein könnten ja schon reichen, das eine oder andere Spiel unmöglich zu machen. Wird sicher von Familie zu Familie unterschiedlich gehandhabt werden.

Die Kategorien sind noch nicht auf die deutschen Regelungen angepasst: Altersgrenzen bei Computerspielen

Besonders aufwendig wirkt noch die Einzelfreigabe von Programmen; eine richtig einfache Programmoberfläche ist hier aber auch schwer vorstellbar – immerhin sind auf jedem Rechner hunderte von Programmen installiert. Vermutlich wird Microsoft  an der ganzen Oberfläche und an vielen Funktionen noch etwas ändern; aktuell stehen eine dem Windows7-Desktop ähnliche Umgebung und die Touchscreen-optimierte Oberfläche aus dem ersten Bild im Artikel nebeneinander. Mit einfachem Tastendruck kann umgeschaltet werden; die Bedienung der Touch-Bildschirme mit Mauszeiger ist dann auch nicht ganz das Wahre. Vielleicht gewöhnt man sich ja auch schnell dran?

Noch wie in Windows7 und nicht sehr übersichtlich: Welche Programme darf der Nachwuchs benutzen?

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  2 Antworten zu “Windows7 und Windows8 für Eltern – Jugendschutz und Kindersicherung”

Kommentare (1) Pingbacks (1)
  1. Vorbildlich wenn ihr das bei eurer Ditte wirklich auch so umsetzt! Aber es bedarf noch einigem mehr um Kind oder Jugendlicher sicher ins Netz zu bringen. Gerade im Bezug auf Social Media.
    Das mit der Menge der Programme stimmt zwar, aber jeder Rechnerbenutzer sollte wissen was auf dem Rechner installiert ist und auch ggf. nachbessern in Form von Deinstallieren(nicht einfach löschen).
    Es gibt leider immer noch viele Benutzer die denken wenn sie auf dem Windows Desktop ein Icon löschen, dann ist das Programm komplett weg(kein Scherz, ehr AdminSchmerz).
    Ich habe schon Rechner in der Hand gehabt auf denen waren >150 Programme installiert und darunter auch zweifelhafte Software und an den Rechnern haben auch Kinder gesessen die keine Kontoeinschränkung hatten.
    Eltern im allgemeinen sind einfach zu unwissend im Bezug auf diese Technik und so wird man zwangsläufig auf Probleme stoßen. Aber das ist ein Thema über das man reden und reden kann…
    luxuskruemel veröffentlichte kürzlich Voll social oder was!?

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