Noch lässt sich nicht klar beantworten, wie oder was Windows8 wirklich werden wird; vermutlich werden wir ab dem 29.02.2012 schlauer, wenn die Beta erscheint. Die Richtung ist wohl Microsoft selbst nicht ganz klar: Tablett-PCs? Smartphones? Desktops? Client/Server? Sicherheitshalber ist alles in Windows8 angelegt, aber noch nichts ganz konsequent. Man wird sehen…
Im momentanen Lieferumfang von Windows8 sind schon erste Designstudien und Spiele zu sehen – frühe Vorboten dessen, was noch so kommen mag. Ein Blick lohnt trotzdem:
Der Windows8-Desktop bietet in dieser moderneren Optik schnellen Zugriff auf die einzelnen Programme – neudeutsch ‘Apps’. Dass der Arbeitsmonitor so schnell zum umwölkten Touchscreen werden kann, ist klar.
Die ersten paar mitgelieferten Kinderspiele lassen schon einmal auf mehr hoffen:
Treehouse: Kleine, offensichtlich böswillige rosa Böbbels greifen ein Baumhaus an. Wenn man schnell aus den Buchstaben, die unten links angegeben werden, ein Wort bilden kann – und das Wort tippt – kann das Unheil abgewendet werden. Das Männchen im Baumhaus wirft irgendwelche Farbsäcke auf die Böbbels, und die verschwinden in einer Wolke. Dazu steigen Punkte auf. Zum Wortschatzvertiefen für Englisch ist das Programm sicher lustig – oder auch zum Tippen-Üben. Vielleicht gefällt es auch Grundschul-Kindern, wenn es erst auf Deutsch vorliegt.
Malprogramm Paintplay: Auf Berührung ausgelegtes Zeichenprogramm mit Features, die von der iPad-App Adobe Ideas abgeschaut sein könnten – verschieden Transparente Stifte, verschieden große Stifte… Aber so viele verschiedene Funktionen muss eine Malsoftware für Kinder ja auch wirklich nicht haben.
Labyrinth: Ein richtig nettes Labyrinth-Spiel, das als besonderes Feature noch beruhigende Musik macht, wenn die Kugel gegen eine Wand rollt. Schön. Klar, “in Echt” ist so ein Kugelspiel ein tolles, haptisches Erlebnis. Aber wenn erstmal die ersten Tablet PCs mit Windows8 herauskommen, könnte diese App eine von denen sein, die die Nutzer im Laden ausprobieren wollen. Und die Schulkinder, die gerade auf den Bus warten. Mit eingebautem Gyro-Sensor macht so ein Labyrinth-Spiel erst so richtig Spaß, wie alle iPad- und iPhone-Nutzer sicher bestätigen können.
Tile-Puzzle: Das bekannte Verschiebespiel jetzt “in elektronisch”. Als möglichen Nachteil sehe ich, dass das Mogeln noch weiter erschwert wird. Früher habe ich die Spiele immer zerlegt und neu zusammengesetzt, da sind moderne Kinder schon im Nachteil.
NearMe: Ja, kein Spiel. Aber eine App, hinter der eine gute – wenn auch schon oft versuchte – Idee steckt: Dem Benutzer werden Attraktionen in der Nähe vorgeschlagen. Der Gedanke klingt doch toll, und nach win-win-Situation: Unternehmen zahlen ein bisschen für Werbung, die Nutzer freuen sich und gehen dann tatsächlich zu den beworbenen Plätzen.
Noch sind wir nicht so weit. NearMe hat erstmal erzählt, dass ich in Dingolfing bin. Das stimmt schonmal nicht. Im Bereich “Family time” hatte es dann aber auch gleich einen Tipp für mich, wie ich die Zeit mit meiner Familie gestalten könnte. Ein Gang zum Elektronikgeschäft “Expert Feuchtgruber”. Au ja, da freuen sich alle.
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