Weihnachtsgeschenke: Bescheidenheit oder Berge?
Beim Nachdenken über die Weihnachtsgeschenke sind wir auf eine wichtige Frage gestoßen: Wie viel wollen wir unserem Kind schenken?
Noch können wir auf die Erwartungen unseres Kindes Einfluss nehmen, denn dieses Jahr kann sie sich noch nicht daran erinnern, was wir ihr letztes Jahr geschenkt haben. Nächstes Jahr vermutlich schon. Wenn wir sie an Weihnachten mit Geschenken überhäufen, wird sie nächstes Jahr – zumindest wenn sie erheblich weniger bekommt – vermutlich enttäuscht sein oder ein unterschwelliges Gefühl haben zu kurz gekommen zu sein.
Am diesjährigen Standard werden wir gemessen, und wie hoch wir die Latte legen, können wir wählen. Noch…
Wir haben beschlossen, bei den Geschenken sehr stark Maß zu halten. Keine fünftausend Päckchen, keine Tonnen Krimskrams und keine halben Ponys. Ganze erst recht nicht. Ein oder zwei Sachen wird sie von uns bekommen, nichts Teures und nichts Technisches.
Warum?
Nicht, weil wir unser Kind nicht mögen würden, nicht, weil wir es uns nicht leisten könnten, und nicht, weil wir einfach zu knausrig sind.
Wir möchten, dass Ditte Weihnachten nicht als Geschenkefest kennen lernt. Wir möchten, dass die Geschenke eine Dreingabe sind, aber nicht das bestimmende Element an Weihnachten. Wir möchten, dass sie sich über jedes einzelne Geschenk freut, weil es eben nicht so viele sind, dass die Geschenke sich in der Masse verlieren.
Statt uns mit Bergen von Geschenken zu beladen, werden wir uns viel Zeit nehmen, die Großeltern besuchen und viel gemeinsam spielen.
Wir haben zwar gute Gründe, wenig zu schenken, aber irgendwie habe ich trotzdem das plagende Gefühl, Ditte zu kurz zu halten. Denn andere Eltern werden ihren Kindern mit Sicherheit mehr schenken. Wenn ich die Liebe zu meinem Kind in materiellen Dingen ausdrücken möchte, dann müsste ich einen ganzen Berg an Geschenken auftürmen.
Aber ist das wirklich nötig oder sinnvoll?
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