Mai 082012
 

Wir sind immer noch auf der Suche nach guten Online-Anbietern für kinderfreundlichen Urlaub.

Die großen Suchmaschinen haben wir praktisch alle erfolglos durchgetestet. Denn ob es Kinderermäßigung gibt, ist auf den ersten Blick bei keiner erkennbar, zumindest nicht der Höhe nach. Wie hoch die Kinderermäßigung tatsächlich ist, lässt sich in vielen Fällen nur rechnerisch ermitteln, indem man zwei Mal dasselbe Hotel anfragt, einmal mit Kind, einmal ohne.

Deshalb suchen wir auch bei kleineren Anbietern. Für Urlaub in Bayern sind wir fündig geworden, und zwar über die Seite der Bayerischen Staatsregierung, die auf eine Seite der BAYERN TOURISMUS Marketing GmbH verlinkt.

Dort findet man unter der Rubrik Familienurlaub das „Kinderland Bayern“. Kinderland Bayern bietet nicht nur online abrufbare, bzw. bestellbare  Prospekte, sondern auch einen Katalog an Gütekriterien, die eine Unterkunft erfüllen muss, ehe sie mit den Kinderland Bären für besondere Kinderfreundlichkeit ausgezeichnet wird. Bis zu fünf Bären werden vergeben für Hotels, Ferienwohnungen, Bauernhöfe und Campingplätze. Die Preise variieren je nach Unterkunft von Oh-ja bis Uiuiui-ist-das-teuer.

Bei Uiuiui-ist-das-teuer findet sich beispielsweise das Baby & Kinder Bio-Resort Ulrichshof, das unter anderem 80 Wochenstunden Kinderbetreuung anbietet und vom Reisemagazin GeoSaison drei Jahre in Folge (von 2008 bis 2011) als bestes Familienhotel Europas ausgezeichnet wurde.

Es gibt eine Menge Empfehlungen für interessante Ausflugsziele wie Freizeitparks, Erlebnisbäder oder Museen, und eine Kinderlandhauptstadt, die jährlich neu gewählt wird. In der Kinderlandhauptstadt werden eine Menge Aktionen geboten, an denen sich Kinder beteiligen können.

So können sich Kinder bis zum 11. Juni 2012 für einen von acht Berufen in der diesjährigen Kinderhauptstadt Grafenau bewerben. Mehr Informationen gibt es in der rechten Spalte.

 

Bayern ist sicherlich nicht das einzige Bundesland, das den Tourismus und vor allem auch den Familientourismus fördert. Wir werden unsere Suche fortsetzen und von interessanten Entdeckungen berichten.

 

Bewerben und Gewinnen

Gewinnspiel der Kinderland Bayern Hauptstadt Grafenau

Kinder können sich bis 11. Juni 2012 für einen von acht Berufen bewerben. Die Gewinner dürfen in die Arbeit der ausgewählten Berufsgruppe hinein schnuppern.
Zusätzlich erhalten die Gewinner wahlweise eine Woche Familienurlaub in Grafenau von 11. bis 18. August 2012 oder ein Familien-Wochenende von 10. bis 12. August 2012 in Grafenau. Zur Wahl stehen folgende Berufe: 

  • Bürgermeister
  • Feuerwehr-Kommandant
  • Reporter/Zeitungsredakteur
  • Polizeichef
  • Nationalpark-Ranger
  • Lokführer
  • Bauer
  • Zuckerbäcker

Das Teilnahmeformular für das Gewinnspiel kann über diese Seite als .pdf herunter geladen werden.

 

 

Apr 062012
 

Wir nehmen teil bei Thomas Cook Reiseblogger 2012, einem Gewinnspiel für Blogger.
„Zeige uns deine journalistischen Fähigkeiten und erzähle in einem Blog-Beitrag von welchem Reiseziel du träumst! Wo wolltest du schon immer mal hin und warum?“

Wenn ich mir die einzelnen Ziele ansehe, über die wir schreiben könnten, würde ich am liebsten sofort den Koffer packen. Aber wohin?
Einige meiner Lieblingsurlaubsziele fehlen in der Liste.
Italien zum Beispiel.
Beim Wandern die frische Luft in den Bergen Südtirols atmen, den Blick über Almen und graue Kühe schweifen lassen und eine Brotzeit neben einem plätschernden Gebirgsbach machen, während das Kind versucht ein Murmeltier zu entdecken oder über Steine klettert.
An der Piazza Navona in Rom ein Eis essen, die Hand in die „Bocca della Verità“ stecken – beißt der Mund der Wahrheit zu oder nicht? – und sich beim Spaziergang über das Forum Romanum vorstellen, wie die Römer zu Caesars Zeiten gelebt haben mögen.
Oder Malta.
In die uralten Hallen des Hypogäum hinabsteigen, über die Baukunst des Neolithikum staunen und sich gleichzeitig darüber freuen, rechtzeitig ans Vorbestellen der Eintrittstickets gedacht zu haben. Die bunten Boote in Marsaxlokk, Popeye Village, zahlreiche andere Filmdrehorte und die blaue Lagune bewundern. Sich über das Essen – eine wilde Mischung aus italienischer und englischer Küche mit arabischem Einschlag -, das beinahe allabendliche Feuerwerk und vor allem über die Freundlichkeit und Aufgeschlossenheit der Malteser freuen.
Neuseeland, Frankreich, Schottland…
Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen.

Andererseits ist auch die Auswahl eines Traumziels aus den Vorschlägen von Thomas Cook noch schwierig genug. Ägypten, Thailand, Griechenland, USA, Spanien, London oder New York könnten wir unter anderem wählen. Keine leichte Entscheidung.
Unsere Wahl ist auf Teneriffa gefallen.
Solange unsere Ditte noch etwas kleiner ist, möchten wir allzu lange Flüge und Großstädte meiden. Außerdem müssen wir einen Kompromiss finden zwischen ihren Vorlieben (Baden) und unseren (Kultur und Land und Leute kennen lernen), was sich nicht überall problemlos umsetzen lässt.
Teneriffa ist dafür bestens geeignet. Die Flugzeit mit gerade mal vier Stunden ist noch im Bereich des akzeptablen, das Klima durch die Meeresströmungen das ganze Jahr über tourismustauglich und Teneriffa bietet wundervolle Abwechslung.
Selbstverständlich gibt es dort Strände, auch wenn viele vom Idealbild des weißen Traumstrands stark abweichen. Sie sind nämlich schwarz. Baden kann man da trotzdem, und der dunkle Sand ist dem vulkanischen Ursprung der Insel geschuldet, dem sie auch eines der interessantesten Ausflugsziele verdankt: Pico del Teide.
Der Vulkan streckt seine Spitze hoch über die im Norden üppig bewachsene, im Süden eher karge Landschaft hinaus. Ein schneebedeckter Berg über Palmen, das hat etwas Surreales. In der Umgebung des Bergs kann man wunderbar wandern, aber es gibt auch noch viele weitere Sehenswürdigkeiten.
Die Inselhauptstadt Santa Cruz zum Beispiel, wo es neben Hafen und Altstadt auch ein Naturkundemuseum zu besichtigen gibt, die Lorbeerwälder und Wohnhöhlen im Anaga-Gebirge, die Steilklippen Los Gigantes, die bis zu 450 m zum Wasser abfallen, die (Terrassen-)Pyramiden von Güímar oder das Tal von Masca, einem versteckten Dorf, das früher möglicherweise ein Rückzugsort von Piraten war.
Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen, aber eine Sache darf ich nicht vergessen: den Loro Parque. Dort gibt es neben der größten Papageiensammlung der Welt ein Aquarium mit Unterwassertunnel, einen weißen bengalischen Tiger, eine Wal- und Delphinshow (über deren Sinn und Tierfreundlichkeit man zu Recht streiten kann) und das Pinguinarium. Im Pinguinarium leben verschiedene Pinguinarten unter einer gewaltigen Kuppel im ewigen Eis.
Baden an schwarzen Stränden und Tierparkausflug sind für kleinere Kinder wie unsere Ditte echte Urlaubshöhepunkte, und die anderen Ausflugsziele, die uns interessieren, können wir ihr bestimmt mit ein paar spannenden Piratengeschichten schmackhaft machen. Schwarze Sandstrände, wir kommen… zumindest irgendwann einmal.

Mrz 242012
 


Ein paar Dinge sind ein wenig umständlicher als beim Urlaub zu zweit. Wir versuchen jedes Mal ein wenig zu optimieren oder Alternativen zu finden, aber manche Sachen lassen sich nicht ganz abstellen. Wie die unglaublichen Berge an Gepäck.

Gepäck

Drei Personen haben nun mal mehr dabei als nur zwei. Beim Gepäck fürs Baby kann man sich zwar ein wenig einschränken. Denn das dritte Spielzeug muss nicht unbedingt sein, wenn die beiden Lieblingsspielsachen schon gepackt sind. Und Dreirad, Bobbycar und Laufrad müssen auch nicht gleichzeitig mit.
Aber bei vielem ist ein Kompromiss nicht möglich. Wenn der Kinderwagen mit muss, dann ist der Kofferraum schon mal ein gutes Stück voller. Ähnlich sieht es aus, wenn dann noch Wasserkocher, Babywindeln und ein Reisebett Platz finden soll.
Die gute Nachricht: Man gewöhnt sich schon daran, dass der Kofferraum ordentlich voll ist, denn es wird auch nicht besser, wenn das Kind größer wird.
Bei Bahn- und Flugreisen ist es fast noch schwieriger, denn dabei muss das Gepäck mindestens zwei Mal, wenn nicht sogar öfter umgeladen werden, was voraussetzt, dass es irgendwie tragbar ist und man zusätzlich eine Hand fürs Kind frei hat.
Dagegen hilft:
Eine Packliste schreiben, um nichts zu vergessen, was dringend mit muss. Bei Gegenständen mit ähnlicher Funktion (Kinderwagen, Buggy, Kraxe, Tragetuch) abwägen, was am besten geeignet ist, und den Rest nur einpacken, wenn wirklich noch Platz ist. Nicht zu viel Spielzeug mitnehmen.

Essen

Wenn das Kind schon mit isst, beginnen die Schwierigkeiten mit den Essenszeiten.
Denn es ist äußerst unwahrscheinlich, dass das Kind zufällig dann Hunger hat, wenn Mahlzeiten im Hotel/der Pension/Unterkunft angeboten werden. Selbst, wenn das Frühstück um 6.30 Uhr beginnt und erst um 11.00 Uhr endet, kann es sein, dass das Kind bereits um 6.00 Uhr mit leerem Magen erwacht und sofort etwas zu essen möchte. Zuhause wäre das überhaupt kein Problem. Im Urlaub hat man für diesen Fall hoffentlich eine Notration eingepackt.
Wobei das Frühstück noch weniger problematisch ist als das Abendessen. Denn viele brave Kinder liegen um 19.00 Uhr bereits im Bett. In manchen Hotels, vor allem in südlicheren Gegenden, beispielsweise Spanien, wird das Abendessen häufig erst ab 19.30 Uhr serviert. Dann womöglich noch in drei oder noch mehr Gängen.
Das Kind hat aber bestimmt nicht erst um 19.30 Uhr Hunger, sondern eher zur üblichen Zeit, die deutlich davor liegt. Dann ist es auch noch müde, weil es schon viel zu lange wach ist, und muss noch ein mehrgängiges Abendessen mit den Eltern durchstehen. Da ist schlechte Laune quasi schon vorprogrammiert.
Dagegen hilft:
Vor der Anreise Essenszeiten recherchieren.
Notvorrat an Essen und Getränken bereit halten.
Falls möglich (dazu braucht das Kind einen einigermaßen festen Schlafrhythmus, und die Eltern den Mut und die Nerven, daran etwas zu verändern) das Kind auf den Urlaub vorbereiten und schon vor dem Urlaub stückchenweise länger aufbleiben lassen, um es an den geänderten Rhythmus zu gewöhnen.
Ein gutes Babyphon einpacken und notfalls das Kind früher ins Bett bringen.

Abendprogramm

Mit Baby oder Kleinkind, das bereits im Bett liegt, fällt das Abendprogramm aus.
Abends um die Häuser ziehen und noch einen Cocktail schlürfen, ist nicht. Mit Glück hat man einen abgetrennten Raum oder einen Balkon zur Verfügung, wo man den Abend verbringen kann.
Alternativ bietet sich der Einsatz eines Babyphons an. Allerdings immer verbunden mit der Gefahr, dass das Babyphon zu schwach ist und nicht bis in die Hotelbar, das Restaurant oder auf die tolle Aussichtsterrasse reicht. Bei größeren Hotel- oder Ferienanlagen mit mehreren Gebäuden ist es sogar sehr unwahrscheinlich, dass ein Babyphone mit einer durchschnittlichen Reichweite mehrere Stockwerke und Gebäudeaußenmauern durchdringt.
Dagegen hilft:
Ein Familienzimmer oder Appartement mit abgetrenntem Schlafzimmer buchen.
Ein Hotel mit guter Abendunterhaltung, einer schönen Bar oder einem ansprechenden Wellnessbereich auswählen, und zusätzlich ein Babyphon mit hoher Reichweite besorgen. Alternativ gibt es für moderne Handys Babyphon-Apps (etwa diese für Apple iPhones im Babyphone 3G - TappyTaps s.r.o.).
Ansonsten hilft nur: Berge von Lesestoff einpacken.

Mrz 222012
 


Wer dieses Jahr mit Kind verreisen möchte und in Deutschland oder Österreich wohnt, sollte unbedingt vorher überprüfen, ob das Kind einen eigenen Kinderreisepass hat!

Denn ab 26.Juni 2012 – also genau zur Hochsommer-Hauptreisezeit – werden Kindereinträge im Reisepass der Eltern ungültig. Ab diesem Datum gilt der neue EU-Grundsatz “Eine Person – ein Pass”, und zwar auch für ganz kleine Menschen. Das bedeutet, dass ab diesem Zeitpunkt jedes Kind einen eigenen Pass benötigt. Eine kurze Information zum Kinderreisepass (Deutschland) findet ihr hier.

Die Pressemitteilung des deutschen Bundesministeriums des Inneren ist hier zu finden. Das österreichische Bundesministerium für Inneres beantwortet gleich noch die wichtigsten FAQ und liefert zusätzliche Informationen rund um Kinderreisepass und Sicherheitspass.

Mrz 162012
 


Wir waren ein Babyphone kaufen. Für unser Kind – und für uns Eltern. Für den Urlaub.

Welche Eigenschaften muss ein gutes Babyphone haben?

  1. Zuverlässigkeit. Hier zählen die Batterie- oder Akkulaufzeit genauso dazu wie etwa auch das Vorhandensein von Warnsignalen, wenn die Verbindung vom Eltern-Empfänger zur Baby-Basis abbricht
  2. Reichweite.
  3. Kindersicherheit. Kinder machen schlimme Dinge mit Elektroartikeln, die in ihrer Nähe stehen. Ein brauchbares Babyphone verzeiht auch mal einen Sturz vom Nachttisch, und hat ein gut verschliessbares Batteriefach
  4. Bedienbarkeit. Mal ganz im Klartext: Wenn ich in der schummerigen Hotelbar sitze, möchte ich nicht auf mikroskopisch kleinen Knöpfen rumdrücken müssen.
  5. Tonqualität und Empfindlichkeit. Die Empfindlichkeit sollte regelbar sein, und die Tonqualität ausreichend, um fröhliche Kindergesänge von ängstlichem Weinen unterscheiden zu können.

Woran erkenne ich außerdem ein gutes Babyphone?

  1. Jemand hat sich Gedanken über die Strahlenbelastung gemacht, zum Beispiel, indem ein Mikrofon mit Kabel mitgeliefert wird, so dass das Sendegerät nicht unmittelbar neben dem Kinderköpfchen liegen muss. Wer Angst vor Strahlung hat, muss eine geringere Reichweite in Kauf nehmen, oder ganz auf ein darauf eben darauf verzichten, eins zu erwerben, ein Babyphone. Kaufen kann man dann aber eigentlich auch nicht eine von den Mobiltelefon-Apps… Schwieriges Thema, der Elektrosmog.
  2. Es stinkt nicht nach billigem Plastik. Viele Plastikausdünstungen erkennt man am Geruch.
  3. Das Handbuch ist verständlich.

Für unseren nächsten Urlaub war ein neues Babyphone fällig – wir wollten nicht mehr darauf angewiesen sein, uns in maximal 100 Metern Entfernung vom Kind aufhalten zu müssen. Ja, unser bisheriges Babyfon hatte eine so geringe Reichweite.

Nach viel Beratung und Marktanalyse haben wir uns entschieden: wir wollten genau dieses Babyphone kaufen: ein reer scopi 5006. Es sendet so richtig mit Funk, deswegen ist die Reichweite höher als bei anderen Geräten.

Schon klar, im Inland – oder im Ausland mit 2 Mobilfunkverträgen – kann man ein Babyfon mittlerweile durch eine Babyphone-App für’s Smartphone ersetzen. Kommt für unseren Urlaub aber nicht infrage, schon allein, weil wir noch kein Smartphone daheim haben.


Das von uns ausgesuchte reer – Babyphone hat 5 km Reichweite. Ja, das war für uns das Killer-Feature, das k.o.-Kriterium. Und ein Heidenspaß – wir haben’s getestet. An der Basis – also daheim in der Küche – haben wir ein weinendes Kind simuliert. Also, wir haben das Babygerät neben das Radio gestellt, das das White-Stripes-Album “Elephant” auf Auto-Reverse (heißt das heute noch so?) abgespielt hat. Den Empfänger haben wir mitgenommen, und sind eine Runde spazieren gegangen. Runter zum See, zum Wald, und zurück. Der Empfang war an jeder Stelle super, das Gerät hat andauernd drei Balken (also alles super) angezeigt. Sehr beruhigend – jetzt darf das Babyphone mit in Urlaub. Schade nur, dass es nicht schon morgen los geht… Viel müssen wir noch kaufen. Babyphone immerhin keins mehr, das können wir jetzt von der Liste streichen.

 

 

Mrz 052012
 


Badespielzeug für Kinder gibt es wie Sand am Meer: Delphine, Bälle, Schwimmringe, Schwimmkissen, Luftmatratzen… Alles nett zu haben, aber auch irgendwie überflüssig. Öko-Test hat dieses Schwimm-Spielzeug getestet (Ergebnisse sind hier), und ist zu einem recht beruhigenden Ergebnis gekommen: Letztlich ist das Zeug okay – solange es nicht als Schwimmhilfe verwendet wird.

Mit der Luftmatratze und den Kindern in den Urlaub

Was man davon in den Urlaub mitnehmen möchte, hängt nur vom Transportmittel ab: Bei einem Urlaub mit der Familienkutsche findet sich wohl immer eine Ecke, in die eine leere Luftmatratze passt. Bei Flugreisen mit Kind sieht die Sache schnell anders aus – die Gepäckstücke sind voll, ins Handgepäck möchte man auch nicht zu viel tun…

Und, ganz ehrlich: Es lohnt sich nicht, wegen Badespielzeug am Flughafen den Strafzuschlag für Übergepäck zu bezahlen. Auch am Urlaubsort selbst gibt es Badespielsachen zu kaufen – ja, meistens etwas teurer als im heimischen Discounter. Aber drei, vier Euro für eine Luftmatratze sind finanzierbar.

Eine Geschäftsidee

Oder man hat einfach Glück, so wie wir im Familienurlaub auf Mallorca letzten Sommer: Direkt am ersten Urlaubstag werden wir auf ein Urlauberkind aufmerksam, das am Strand sitzt und gebrauchte aufgeblasene Luftmatratzen verkauft, das Stück zu einem Euro. Gern haben wir ihm Luftmatratzen abgekauft (günstig, aufgeblasen waren sie schon, wir hatten ohnehin noch keine); er war stolz – und hat sich davon sicher später einen Berg Eis gekauft… und wir hatten die ersten Badespielsachen für den Strandspaß mit Kind.

Ist das nicht eine brilliante Idee, Zehnjährige im Urlaub am Strand zu beschäftigen? Sie sammeln aufgegebene Luftmatratzen ein und verkaufen diese am nächsten Morgen mit Gewinn. Unangenehmer Nebeneffekt könnte nur sein, dass die Lagerhaltung auf dem eigenen Balkon stattfinden muss – und die aufgeblasenen Dinger brauchen schon viel Platz. Der Junge am Strand war auf jeden Fall gut beschäftigt und vergnügt.

Und Schwimmhilfen?

Bei Schwimmhilfen für Nichtschwimmer sehe ich die Sache komplett anders. Zur ersten Orientierung: Schwimmflügel und Schwimmhilfen hat die BamS getestet (hier sind die Ergebnisse). Letztlich müssen die Dinger notfalls das Leben der Kinder retten, Eltern müssen sich darauf verlassen können, das sie funktionieren. Dabei müssen Sicherheitsstandards eingehalten werden – und es braucht vielleicht nicht unbedingt eine Beratung beim Einkauf, aber ganz sicher eine Packung mit Anweisungen, die der Kunde hundertprozentig versteht. Außerdem sind Schwimmflügel auch weit nicht so groß wie ein aufblasbares Krokodil, und werden wohl in die meisten Koffer noch hineinpassen.


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