Wer unsere Route durch Mallorca ein wenig verfolgt hat, dem ist vielleicht aufgefallen, dass wir gar nicht in Palma waren (außer auf der Durchreise), den gesamten Westen ausgelassen haben und noch viele andere Dinge nicht gesehen haben, die man eigentlich gesehen haben müsste.
Stimmt!
Eine Woche ist nun wirklich zu kurz, um alles anzusehen. Deshalb haben wir uns vorwiegend auf den Nordosten beschränkt mit Abstechern in den Süden und den Norden. Und selbst im Nordosten gäbe es noch viele besuchenswerte Flecken.
Deshalb haben wir eine Liste zusammengestellt, mit Dingen, die wir nicht getan haben, und Orten, die wir nicht gesehen haben, was wir aber vielleicht irgendwann einmal nachholen werden.
Der rote Blitz
Die Nostalgieeisenbahn fährt von Palma durch 13 Tunnels und wildes Gebirge nach Sóller. Dittes leuchtende Augen beim Blick auf den altertümlichen Zug im Reiseführer werde ich nicht so schnell vergessen. Leider ist der Zug nostalgisch-unklimatisiert, was ihn nicht zum idealen Hochsommer-Reiseziel macht. Er steht aber auf unserer Was-tun-wir-in-unserem-potentiell-nächsten-Mallorca-Urlaub-Liste ganz oben.
Palma
Wir waren schon da, die Ditte hätte keine große Freude an einer Stadtbesichtigung, ist aber für jemand, der zum ersten Mal nach Mallorca reist, ein absolutes Muss. Wunderschöne Altstadt, imposante Kathedrale, lebhafte Markthallen, schicke Boutiquen…
Der Westen
Wenn wir noch einmal nach Mallorca reisen würden, dann sicherlich nicht nochmal im Hochsommer, sondern etwas früher und zum Wandern. Dafür bietet sich der gebirgige Westen an. Dort findet man wenig Strände, dafür einsame Flecken und atemberaubende Ausblicke.
Die Fondació Pilar i Joan Miró
„Aqui tengo raíces“
Hier habe ich Wurzeln, sagte Joan Miró über Mallorca. Und hier kann man auch sein Atelier –zumindest durch das Fenster – besichtigen, in einem architektonisch interessanten Gebäude von Josep Sert. Ob die Fondació wirklich sehenswert ist, wissen wir nicht, denn unsere Reiseführerin vor Ort hatte noch nie von ihr gehört. Aber wahrscheinlich hält sie auch Mirò für ein neues Paar Designerschuhe aus Madrid.
Jürgen Drews
Haben wir aus Altersgründen nicht besucht. Nein, nicht wir sind zu alt, die Ditte ist zu jung. Werden wir vielleicht irgendwann in fernster Zukunft nachholen, und sollte Jürgen Drews dann schon abgetreten sein, dann sehen wir uns einfach Micky Krause an. Aber wir wären der Ditte auch nicht böse, wenn sie dann ihre „peinlichen ollen Eltern“ zu Hause lässt und allein hin geht.
Also, ganz ehrlich: eigentlich wollten wir da gar nicht hin.
Eine Delphin-Tour
Frühmorgens mit dem Katamaran aufs Meer hinaus fahren und mit einiger Sicherheit Delphine sehen, hätte ich spannend gefunden. Die Touren starten unter anderem ab Cala Ratjada. Leider ist dafür die Ditte etwas zu klein, denn die Boote sind nicht so kindersicher, dass ich mit ruhigem Gewissen meine kleine experimentierfreudige Nichtschwimmerin mit an Bord nehmen könnte.
Die Inselmitte im Januar oder Februar
Blühende Mandelbäume, mehr muss ich nicht ich nicht sagen. „Hausfrauenurlaub“, sagt meine Mutter dazu. Ich glaube, mir könnte es trotzdem gefallen. Dann: unbedingt einen Abstecher nach Es Trenc machen.
Aquacity
Ein großer Wasser-Spaß-Park mit üppigen Preisen.
Valdemossa
Das Dorf, in dem George Sand und der lungenkranke Frédérique Chopin einen verhängnisvollen Winter verbrachten, den George Sand in ihrem Reisebericht „Un Hiver à Majorque“ festhielt. Der Ort ist seither im Chopin-Fieber – ich bitte den schlechten Scherz zu entschuldigen.
Die vielen verpassten Orte, …
… die uns im Vorbeifahren gelockt hätten. Die alten Römerruinen von Pollentia, die Sumpflandschaft von Albufera mit den vielen dort beheimateten Vogelarten, das Kastell von Capdepera, die Ermita de Sant Salvator, die auf einem Berg nahe Felanitx thront, um nur einige zu nennen.
Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub!
Wir werden sehen, wohin uns unsere nächste Reise bringt. Etwas Neues hat sich aufgetan, und ich kann schon so viel verraten: Es ist nicht Mallorca.
(Bild gefunden bei Jaume Meneses, flickr)

















