Wir haben einige Tipps für Flugreisen mit Kleinkindern getestet und sind dabei zu folgendem (nicht allgemein gültigem) Ergebnis gekommen:
1. Kaugummi kauen
Ist durchaus hilfreich den Druckausgleich bei Start und Landung zu erleichtern, wenn das Kind den Kaugummi nicht verschluckt.
Alternativ lässt sich mit trockenen Keksen, einer Breze oder bei kleineren Kindern mit einem Schnuller derselbe Effekt erzielen.
2. Getränk
Empfanden wir als besser als Kaugummi kauen. Allerdings mit dem Pferdefuß, dass bei Start und Landung leicht etwas daneben gehen kann. Deshalb vorsichtshalber Wechselkleidung bereit halten (s. 9.).
Im Sicherheitsbereich ein Getränk (in einer Plastikflasche) zu kaufen und ins Flugzeug mitzunehmen, war überhaupt kein Problem. Das werden wir auf alle Fälle beibehalten, denn Getränke werden nicht mehr von jeder Fluggesellschaft kostenlos serviert, und vor allem nicht sofort nach dem Start. Wir waren nach der Landung noch knapp drei Stunden unterwegs und sehr froh darüber, dass wir ausreichend zu trinken gekauft hatten.
Für kleinere Kinder ist es vielleicht sinnvoll eine leere Trinkflasche mitzunehmen.
3. Nasentropfen
Werden wir definitiv wieder einpacken, auch wenn wir nicht genau sagen können, wie viel sie wirklich bringen. Probleme bei der Sicherheitskontrolle hatten wir nicht, denn wir haben das Nasentropfenfläschchen vorsichtshalber in einen transparenten, wiederverschließbaren Plastikbeutel gepackt.
4. Löwe-Spiel
Alternativ: gähnen.
Haben wir versucht, klappt nur bedingt. Trinken, Kaugummi kauen und Kekse knabbern klappte besser.
5. Unterhaltungsprogramm
Bei einer Flugdauer unter zwei Stunden ist nicht unbedingt viel erforderlich.
Wenn Essen oder Getränke gereicht werden, ist das Kind ohnehin eine Weile beschäftigt. Zusätzlich gibt es kleine Geschenke der Fluggesellschaften (Buch, Puzzle oder ähnliches) speziell für die kleinen Gäste und häufig Comicfilme im Bordfernsehen, die ebenfalls die kindliche Aufmerksamkeit anziehen (allerdings nur, wenn das Kind zum Bildschirm sehen kann, was mit knapp einem Meter nicht der Fall war).
6. Windel
Sehr hilfreich auch für Kinder, die noch nicht so lange trocken sind.
7. Reisetabletten/-zäpfchen
Haben wir glücklicherweise nicht gebraucht, und deshalb keine Erfahrungswerte damit. Wobei mir rückblickend betrachtet Zäpfchen nicht als das Mittel der Wahl erscheinen, denn gerade wenn es wackelt und rumpelt, muss man angeschnallt sitzen bleiben, und öffentlich die Hose runter ziehen und… da will ich lieber nicht dran denken. Deshalb: eher keine Zäpfchen, vielleicht bei kleineren Kindern an Saft denken.
8. Autositz
War für die Ditte nicht notwendig. Die Sitzerhöhung haben wir im Koffer transportiert, weil sie uns etwas zu sperrig fürs Handgepäck war. Ging im Flugzeug auch ohne, immerhin ist Ditte über drei Jahre und kann alleine sitzen. Möglicherweise hätte sie besser aus dem Fenster/zum Bordmonitor gesehen.
Das Thema kurz zusammengefasst: Autositz im Flugzeug
Am Urlaubsort ist ein Autositz, bzw. eine Sitzerhöhung durchaus praktisch, wenn man plant einen Mietwagen zu nehmen, da Kindersitze oft eine zusätzliche Gebühr kosten. Uns wurde ein Kindersitz für 4,50 € täglich angeboten (Urlaubsziel: Mallorca).
9. Ersatzkleidung
Haben wir gebraucht, zum Glück nur ein Mal. Aber zur Sicherheit auf alle Fälle empfehlenswert.
Ditte hat den Start besser verkraftet als die Landung. Wir haben keine Erfahrung, ob das bei anderen Kindern ähnlich ist.
Auf alle Fälle ist es hilfreich, die Zeit im Auge zu behalten und früh mit der Vorbereitung auf die Landung zu beginnen. Wenn das Kind erst mal vor Schmerzen schreit, ist es sehr schwierig, dagegen anzukämpfen. Besser rechtzeitig vorbeugen.




