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Strümpfe stopfen und Socken flicken

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Der Strumpfhosenkiller hat wieder zugeschlagen, und ich eine ganze Menge Übungsmaterial: Strumpfhosen mit Löchern in Kinderzehgröße.
Deshalb habe ich ein paar Anleitungen herausgesucht.
Hier erklärt Rosie wie’s geht.
Wer einen eher technischen Ansatz bevorzugt, kann sich auch hier erklären lassen wie man Socken stopft. Da gibt es neben dem Video auch eine geschriebene Anleitung.
Beide benutzen einen Stopfpilz. So einen habe ich schon mal nicht. Alternativ kann man auch ein Wasserglas (Empfehlung von Rosie) oder eine Suppenkelle (Empfehlung aus dem anderen Video) benutzen.
Im zweiten Video werden die Socken gewendet, Rosie macht das nicht. Das ist wohl auch Geschmackssache. Während im zweiten Video der lose Faden später vernäht wird, startet Rosie mit einem Knoten. Das ist sicherlich die einfachere Methode, könnte aber an empfindlichen Kinderfüßen drücken.

Eigentlich geht Stopfen relativ schnell. Wenn man die Sache beherrscht und das Loch nicht zu groß ist, braucht man wohl kaum länger als es dauert, einen Knopf anzunähen. Ich beherrsche es nicht, weshalb ich etwa eine Viertelstunde für ein kleines Loch gebraucht habe.
Aber ich habe Bilder gemacht, auch von den Anfängerfehlern, die mir unterlaufen sind.

 

Ich hatte (fast) alles zu Hause, was man braucht: Nadel, Stopfgarn, eine Schere und einen Nähpilzersatz. Dafür habe ich mich für eine Espressotasse entschieden – keine besonders schlaue Wahl, denn der Strumpfhosenstoff spannt sich darüber nicht gleichmäßig. Ein Glas wäre vermutlich besser gewesen. Bei der Schöpfkelle bin ich unsicher, ob die in die Kinderstrumpfhose passt.

 

Ja, man kann einiges falsch machen. Ich habe es getestet und wahrscheinlich alle möglichen Anfängerfehler gemacht. Das Stopfgarn besteht aus mehreren einzelnen Fäden. Diese können sich wunderbar miteinander verknoten, wenn man schlampig arbeitet, und wunderschöne Stopfgarnkunstwerke bilden, die zwar schön anzusehen, aber sicherlich nicht bequem am Fuß sind. Also lieber ein wenig langsamer arbeiten.
Wenn sich trotzdem mal ein Knoten gebildet hat, vorsichtig versuchen, die Garnfäden zu entwirren. Bitte keinesfalls mit Kraft anziehen, denn sonst bricht die Nadel. Es ist auf dem Bild vielleicht nicht gut zu erkennen, aber bei mir ist ein Teil der Öse abgebrochen.

 

Aber nach einer zerbrochenen Nadel, vielen verknoteten Fäden und einigem Meckern und Zetern hat es dann doch geklappt: Voilà, mein erstes selbst gestopftes Loch.

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