Das Auf und Nieder im Pop. Typisch Blogger.
So ist sie doch, die Karriere einer durchschnittlichen Band:
- Die Gründung. Die Bandmitglieder finden zusammen, erarbeiten sich einen Stil und schreiben Songs über ihr Leben. Meistens irgendetwas mit Diskotheken, Tanzen, lange aufbleiben. Bei Teenager-Bands gerne noch etwas über die erste Liebe und Ablösungskonflikte mit dem Elternhaus. Fans fühlen sich wohl, und fühlen sich verstanden. Die Texte sind aus dem Leben der Zuhörer gegriffen.
- Die ersten Konzerte. Die Sänger, Keyboarder, Bassisten und Gitarristen werden erfahrener mit ihren Instrumenten, feilen an ihrem Sound und schreiben weiter Songs. Jetzt über erste Enttäuschungen, Zeitmangel und darüber, dass sie Musik machen und die Nacht durchfeiern. Die Fans finden’s okay. Feiern mögen sie auch, die ersten Songs klingen noch immer super. Der Drummer hält den Beat.
- Der Durchbruch. Erste Veröffentlichungen auf CDs, in iTunes oder auf ihrer eigenen Webseite. Die Band schreibt verdrehte Texte über Vermarktungsrechte, Aufführungsbedingungen und die Wichtigkeit vom Konsum von Luxusgütern. Die erste CD verkauft sich wie Frühkartoffeln, die Fans verstehen die Texte, erkennen sich selbst in den Liedern wieder. In ein paar von den Liedern über Manager und Verträge vermuten die Fans versteckte Andeutungen zum Satanismus, oder vielleicht Anfeindungen gegen das Establishment, oder die eigenen Lehrer. Der Drummer hält den Beat, kauft sich aber ein schwarzes T-Shirt.
- Der Erfolg. Die Band tourt durch die Gegend, erlebt jeden Abend dasselbe. In einem fremden Hotelzimmer ins Bett gehen, vormittags aufstehen, nicht wissen, welche Sprache draußen gesprochen wird. Die Lieder über den langweiligen Tour-Alltag werden testweise auf Konzerten gespielt – die Fans lernen aber schon lange nicht mehr die Texte auswendig. Die Musiker haben keine Zeit zum Üben. Der Drummer bekommt leichte Probleme mit dem Beat, besorgt sich eine Sonnenbrille.
- Der Ramsch. Die Band oder ihre Plattenfirma versucht, kurz vor Weihnachten noch ein Best-of-Album herauszubringen, mit einem “hidden track”, in dem a capella “Winter Wunderland” gesungen wird. Der Drummer wird zum Mitsingen gezwungen. Ein paar Eltern kaufen ihren Kindern noch die Platte zum Fest, aber der Nachwuchs findet diese Band schon lange wieder uncool.
Ähnlich könnte es auch auf unserem Elternblog laufen – erst schreiben die Autoren vom Leben, und irgendwann bloggen sie nur noch übers Bloggen selbst. Die Leser schauen verwundert, und gehen woanders hin. Das ist jetzt nicht unser wirkliches Ziel (Hallo Blogleserinnen und Blogleser! Bleibt da! Wenn Euch etwas nicht gefällt … oder besonders gut gefällt: Sagt Bescheid!), deswegen nur ganz kurz zur Technik hinter unserem Dad- and Momblog “Wir mit Kind”:
Wir haben unseren WordPress Blog auf Version 3.3.2 geupdated, und das Suffusion-Theme (das unseren Blog gerade bunt macht) auf Version 4.2.0. Hat alles geklappt, betrifft den geneigten Blogleser jedoch weniger; aber wenn ihr Dienstag nachmittag ganz kurz eine Wartungsmeldung gelesen habt, dann lag’s eben daran.
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