Auf AIDA! (Teil 1)

Nach unserem Spaziergang durch Venedig machen wir uns auf dem Weg zum Hafen, genauer gesagt zur Stazione Marittima, wo die Kreuzfahrtschiffe liegen. Denn wir übernachten nicht in Venedig, sondern auf einem dieser großen Schiffe. Der AIDA aura.

Unsere erste Kreuzfahrt mit Kind. Einer unserer Urlaubsträume.

Das letzte Stück nehmen wir den People Mover, der uns für einen Euro zum Kreuzfahrthafen und mit Auto angereiste Besucher zum Parkhaus auf der Insel Tronchetto bringt. Die Strecke, die uns der Zug auf Stelzen mitnimmt, beträgt gerade mal 400 Meter, aber zu Fuß müssten wir wirklich weit laufen.

Die Kreuzfahrtterminals sehen ein bisschen aus wie am Flughafen. Der Weg zu den Schiffen ist gut ausgeschildert, und so stehen wir schon kurze Zeit später am Check-in. Wie am Flughafen, nur dass es hier kostenlosen Eistee, eine persönliche Begrüßung und einen Kindermaltisch mit Betreuung gibt. Wir geben unsere Pässe ab und erhalten unsere Bordkarten. Ditte bekommt eine eigene. Damit werden wir die nächsten paar Tage an Bord bezahlen, unsere Kabinentür öffnen und beim Verlassen des Schiffs und er Rückkehr registriert werden. Das Ding ist sowas wie das Schweizer Taschenmesser der Plastikkarten. Multifunktional und universell nutzbar.

Wir suchen ein Plätzchen im Außenbereich des Restaurants, genießen die erste Mahlzeit an Bord und den Blick über Venedig. So muss Urlaub sein.

Bis das Schiff ablegt haben wir noch ein paar Stunden Zeit. Nach einem ausgiebigen Spaziergang über beinahe alle Decks suchen wir unsere Kabine, eine Außenkabine auf Deck 4, ziemlich weit unten und ziemlich weit hinten. Man kann es sich eben nicht aussuchen, wenn man Glückskabine bucht. Dafür ist es günstiger. Trotzdem sind wir zufrieden: Die Kabine verfügt über ein Doppelbett und ein weiteres Bett, das quer vor dem Fenster steht, und ist ausreichend groß. Vor dem Fenster hängen keine Rettungsboote, die die Sicht einschränken würden, und es hat eine so anständige Größe, dass das Wort „Fenster“ dafür gerechtfertigt ist. Öffnen kann man es natürlich nicht, dafür gibt es eine flüsterleise Klimaanlage.

Kurze Zeit später werden unsere Koffer gebracht. Genau, die die wir am Bahnhof aufgegeben hatten. Ein wenig Sorgen haben wir uns schon gemacht, ob wir sie wiedersehen werden, aber die Kooperation zwischen Bahnhof und Hafen scheint zu funktionieren.  Ein freundlicher Herr von der Sicherheit bringt Kinderrettungswesten zum Anprobieren und hilft bei der Auswahl der passenden Größe.  Ich hoffe, dass die Dinger regelmäßig gesäubert werden, denn Ditte hat die festgemachte Pfeife sofort gefunden und ausgiebig getestet.

Wir besuchen die Einführungsveranstaltung im Kids Club, wo wir schon mal eine schriftliche Erklärung abgeben, dass Ditte dort betreut werden darf und wir sie hinbringen und wieder abholen.  Ditte wird zu den Seepferdchen gehören. So heißt die Gruppe der drei- bis sechsjährigen. Es gibt noch zwei weitere Gruppen, die Delphine und die Sharks (bis zwölf Jahre).

Für die älteren Kinder gibt es auch Programm, aber nicht im Kids Club. Für die werden Ausflüge, Sport und Jugenddisko angeboten.

…hier geht es weiter: Aida mit Kind – Teil 2
… und hier ist die Übersichtsseite: Kreuzfahrt mit Kind

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